Der perfekte Stellplatz

Die Suche nach dem „perfekten“ Stellplatz

Für das Suchen und Finden des perfekten Stellplatzes gibt es selbstverständlich mehrere Atlanten, welche Informationen über Stellplätze in bestimmten Regionen geben. Eine Alternative zu Atlanten bieten heutzutage Stellplatz Apps, welche mehr Komfort bieten, da sie größere Bereiche abdecken und mehr aktuelle Informationen bereitstellen. Außerdem gibt es dort meist Kommentarfunktionen, welche Erfahrungsaustausch ermöglichen, um den Stellplatz vorher schon besser einschätzen zu können. Außerdem sind sie im Gegensatz zu Atlanten oft kostenlos.

Anfahrt und Ankommen

Grundsätzlich werden Stellplätze, anders als Campingplätze, immer sofort bei der Ankunft bezahlt und nicht beim Verlassen.

Einfacher Stellplatz ohne Schranke

Bei der Ankunft kann direkt eine Parzelle gesucht und bezogen werden. Erst nach dem Abstellen des Wohnmobils muss bezahlt werden. Der Bezahlvorgang geschieht in den meisten „einfachen“ Stellplätzen mit einem Kassenautomaten. Sollte weder ein Automat, noch eine Anmeldung oder ein Infokasten, welcher über das Bezahlsystem Informiert, vorhanden sein, ist es ratsam, andere Stellplatzbesucher zu fragen. Um den Stromanschluss sollte man sich nach der Bezahlung kümmern.

Großer Stellplatz

Manchmal muss bei großen Stellplätzen zuerst die Anmeldung getätigt werden, bevor auf den Stellplatz gefahren wird. In diesem Fall weisen normalerweise jedoch Schilder darauf hin. Ansonsten, wie auch bei einfacheren Stellplätzen, eine Parzelle aufsuchen und das Wohnmobil dort abstellen. Auf größeren Stellplätzen kann es vorkommen, dass Parzellen bereits reserviert sind. In diesem Fall steht in der Regel ein Schild am Platz, welches darauf hinweist. Große, gut ausgestattete Stellplätze, haben meist ein Häuschen zur Anmeldung. Dort bezahlt man und erlangt Informationen zum Stellplatz und zu Aktivitäten in der Region. Falls die Anmeldung geschlossen ist, steht häufig ein Kasten mit Informationen und Anmeldeformularen zur Verfügung. Dort wird das Anmeldeformular ausgefüllt und mit dem zu zahlenden Beitrag in einem Briefumschlag in einen Briefkasten geworfen.

Wahl der Parzelle

Auch bei der Wahl der Parzelle ist einiges zu beachten: Wenn man eine ruhige Parzelle wünscht, sollte man möglichst weit weg von der Straße parken, da vorbeifahrende Autos immer eine Menge Lärm erzeugen. Zudem sollte möglichst keine Parzelle neben der Entsorgung gewählt werden. Dort kann es nämlich zu unerwünschtem Geruch und Lärm kommen, da umliegende Camper diese häufig aufsuchen. Außerdem sollten Parzellen möglichst weit entfernt von der Einfahrt bzw. der Anmeldung genutzt werden, da gerade auf gut besuchten Stellplätzen viele Camper zu fast jeder Tages-oder Nachtzeit kommen und gehen und somit unweigerlich Lärm machen.

Außerdem sollte bei der Wahl der Parzelle auf die Bodenbeschaffenheit geachtet werden. Parzellen mit matschigem Boden oder mit Gefälle sind nicht so gut geeignet. Zudem ist es meist nicht ratsam, Parzellen neben Bäumen aufzusuchen. Diese spenden zwar Schatten, können aber unter Umständen den SAT-Empfang einschränken.

Verhalten auf dem Stellplatz

Grundsätzlich gibt es im Vergleich zu einem Campingplatz weniger Verhaltensregeln, die zu beachten sind. Generell ist der Aufenthalt auf einem Stellplatz eher anonymer, als auf einem richtigen Campingplatz, da ein Stellplatz oft nur als kleine Zwischenstation auf dem Weg zum Reiseziel genutzt wird und der Fokus eher auf die Pause gelegt wird. Da kommen nur sehr selten Gespräche mit Nachbarn zustande. Stellplätze sind für Kinder deshalb auch weniger reizvoll: Sie finden seltener Spielkameraden und nur die wenigsten Stellplätze verfügen über einen Spielplatz oder Ähnliches. Was die Platzwahl angeht, sollten sie gerade bei weniger besuchten Stellplätzen darauf achten, die Privatsphäre der Anderen zu achten. Auf vollen Stellplätzen steht man sehr eng aneinander. Auf Stellplätzen kommt es mittlerweile immer wieder vor, dass Camper eine Parzelle über Tage hinweg reservieren, mit Stühlen oder Ähnlichem, welche sie auf der Parzelle platzieren.

Dies verfehlt nicht nur den Gedanken des Stellplatzes, welcher dafür gedacht ist, für alle Camper kurze Standmöglichkeiten zu bieten, es ist auch unfair den anderen gegenüber, welche auf andere Stellplätze zurückgreifen müssen, obwohl die Parzelle eigentlich gar nicht genutzt wird. Die kurzfristige Reservierung, allein zur Leerung des Grauwassertanks, ist hingegen völlig normal Ansonsten gilt auf Stellplätzen wie überall auch: Gegenseitige Achtung und Respekt. Dazu gehört: Nur so viel Platz belegen, wie Einem auch zusteht. Außerdem sollte auf Tiere aufgepasst werden, damit sie nicht zur Belästigung der Nachbarn werden. Die Toiletten sollten immer sauber hinterlassen werden.

Gut zu Wissen

  • Gerade auf einfachen Stellplätzen mit Automaten kann häufig nur mit Kleingeld gezahlt werden. Aus diesem Grund ist die Anschaffung einer Kleingeldreserve empfehlenswert, da das Argument, man hätte zu wenig Kleingeld gehabt, nur selten durchgeht.
  • Wenn man auf einem Stellplatz ankommt und erst am nächsten Tag bezahlen kann, da z.B. die Anmeldung bereits geschlossen ist, ist es durchaus üblich, den Strom trotzdem schon anzuschließen.
  • Stromkabel sollten nicht quer über den Weg gelegt werden, selbst wenn nahegelegene Stromsäulen bereits voll belegt sind. Wenn ein Wohnmobil über ein Kabel fährt, welches über den Weg verlegt wurde, kann es vorkommen dass sich das Kabel im Reifenprofil verfängt und aus seiner Fassung gerissen wird – wobei ein Sachschaden entstehen kann.
  • In Deutschland kommt es recht selten zu schweren Einbrüchen auf Stellplätzen. In manch anderen Ländern ist jedoch eventuell etwas mehr Vorsicht geboten: Wertsachen sollten, wenn das Wohnmobil längere Zeit unbeaufsichtigt ist, mitgenommen werden.
  • Deshalb gilt auch: Fahrräder immer abschließen und Campingstühle immer verstauen.
  • Auf den meisten Stellplätzen gibt es Infotafeln, welche Tipps geben und Aktivitäten in der Region aufführen.

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