Solaranlagen

Für viele Camper bieten Solaranlagen große Vorteile. Sie schätzen es, nicht immer von einer externen Stromquelle abhängig zu sein und natürlich auch, dass, abgesehen von den Anschaffungskosten, Solaranlagen einen kostenlosen Energielieferanten darstellen. Wie Solaranlagen funktionieren, auf was sie achten müssen und welche Solaranlage für ihr Campingverhalten am besten geeignet ist, erfahren sie hier.

So funktionieren Solaranlagen

Solaranlagen bestehen aus zwei Komponenten: Das Solarmodul, welches Sonnenstrahlung mittels Solarzellen in elektrische Energie, d.h. Gleichstrom, umwandelt und ein Laderegler, welcher den Strom in die Bordbatterie einspeist. Je nach Modul erzeugen Solaranlagen für Wohnmobile und Wohnwagen eine Spannung von 12-24V. Die gesamte Anlage funktioniert wie ein Batterieladegerät, nur entfällt der Stromanschluss. Die Sonneneinstrahlung wird also genutzt, um die Bordbatterie aufzuladen.

Arten von Solarmodulen

Grundliegend gibt es mehrere verschiedene Arten von Solarmodulen: Die kristalline- und die sogenannten Dünnschicht Solarmodule werden am häufigsten eingesetzt. Die Mehrheit der Solarmodule für Wohnwägen und Wohnmobile sind kristalline Solarmodule. Sie unterscheiden sich in mono- und polykristalline Module. Der herausragende Wirkungsgrad zeichnet kristalline Module aus. Polykristalline Module haben einen Wirkungsgrad zwischen 15 und 18%. Der Wirkungsgrad von monokristallinen Modulen liegt sogar noch höher, bei 18 bis 22%. Andere Solarmodularten können hier nicht mithalten. Dies hat zur Folge, dass aufgrund der höheren Leistung relativ zur Fläche, kristalline Solarmodule weniger Platz in der Fläche benötigen, als andere Solarmodule. Dünnschicht Module haben einen deutlich geringeren Wirkungsgrad. Handelsübliche Dünnschicht-Solarmodule weisen einen Wirkungsgrad von 5-10 % auf. Vorteile haben Dünnschichtmodule trotzdem: Sie bringen auch bei schlechteren Lichtverhältnissen relativ hohe Leistung, sie sind kostengünstiger als kristalline Solarmodule, sind leichter und außerdem, wie der Name schon sagt, dünner.

Wichtig bei der Anschaffung eines Solarmoduls für ihr Fahrzeug: Das Solarmodul sollte für die mobile Nutzung mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil geeignet sein. Viele herkömmliche Solarmodule halten den Vibrationen auf Fahrzeugdächern nicht stand. Sie sollten sich deshalb nur ein speziell für Wohnwagen und Wohnmobile entwickeltes Solarmodul anschaffen.

Welche Leistung sollte ein Solarmodul haben?

Die Leistung von Solarmodulen wird üblicherweise in Watt Peak (Wp) angegeben. Da die Leistung von Solarmodulen abhängig von Lichtverhältnissen ist, gibt der Watt Peak Wert an, wie viel Watt Leistung bei festgelegten Testbedienungen erzielt wird. In der tatsächlichen Nutzung kann so, abhängig von Jahreszeit und Lichtverhältnissen, sowohl mehr, als auch weniger geleistet werden. Der Vergleich verschiedener Solarmodulen geschieht über den angegebenen Wp Wert. Üblicherweise haben Solarmodule für Wohnmobile und –wagen eine Leistung zwischen 50 und 180 Wp. Die Wahl sollte aufgrund des eigenen Strombedarfs getroffen werden. Dafür sollte dieser selbstverständlich vorher bestimmt werden, indem Sie den Verbrauch Ihrer Endgeräte überprüfen.

Ladetechnik

Solarmodule haben häufig eine höhere Nennspannung als die Bordbatterie verträgt. Dort kommen Laderegler ins Spiel. Sie sorgen dafür, dass der Akku nicht überladen wird und somit auch, dass die Verbraucher, welche auf die Batteriespannung ausgelegt sind, nicht überlastet werden. Bei 12 Volt Solaranlagen werden hierbei meist Shunt-Regler mit kleinerer Verlustleistung genutzt. Bei großen Anlagen mit mehreren 100W Leistung und mit Modulen mit höheren Spannungen werden meist MPPT-Regler mit sehr effizientem Energiemanagement genutzt.

Mobile Solaranlage

In der Regel sind Solaranlagen fest auf dem Dach verbaut. Eine mobile Lösung, welche bei Bedarf genutzt werden kann, ist dann sinnvoll, wenn meistens eine externe Stromversorgung vorhanden ist und die Solaranlage nicht regelmäßig benötigt wird, außerdem wenn man vor hat, die Solaranlage bei mehreren Fahrzeugen zu nutzen, der Platz auf dem Dach bereits belegt ist, sodass eine fest zu installierende Solaranlage nicht in Frage kommt. Mobile Solaranlagen haben den Vorteil, dass im Schatten geparkt werden kann und das Solarmodul in der Sonneneinstrahlung platziert werden und dadurch Strom erzeugen kann.

Vorteile von Solaranlagen:

  • Solaranlagen generieren „Grüne“ Energie ohne CO2 Emissionen
  • Solaranlagen sind weitestgehend wartungsfrei
  • Solaranlagen sind mittlerweile recht günstig

Jedoch ist die Leistungsabgabe von Solarmodulen Wetter- und Jahreszeitenabhängig.

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